Nano-Heizung für Autoscheiben

[8. Dezember 2016]  Eine transparente Heizung aus Graphen für die Windschutzscheibe, ein kleines Brennstoffzellenauto frisch aus dem Labor: Bei der 7. NRW-Nano-Konferenz am 7. und 8. Dezember in Münster präsentiert die Universität Duisburg-Essen (UDE) an Stand 27 aktuelle Forschung, neueste Entwicklungen und auch Serviceleistungen aus ihrem Profilschwerpunkt „Nanowissenschaften“.

Unter dem Dach des Center for Nanointegration Duisburg-Essen (CENIDE), das den Profilschwerpunkt der UDE vertritt, stellt die Nachwuchsgruppe Solid State Lighting neue LED-Lichtkonzepte vor, auf der Basis von Nanostrukturen. Der Lehrstuhl Werkstoffe der Elektrotechnik nutzt mit dem Material Graphen eine einzige Lage Kohlenstoffatome, um zwei Glasscheiben zu erhitzen. Anfassen ist hier ausdrücklich erwünscht.

Umkreist werden die Exponate von einem Modellauto, das die Wissenschaftler vom Lehrstuhl Technische Chemie I mit Wasserstoff antreiben – und das als „Abgas“ lediglich Wasserdampf hinterlässt. Hier zeigen die mobilen Partikelmessgeräte des Instituts für Energie- und Umwelttechnik (IUTA e.V.) nichts an, obwohl sie Strukturen bis hinunter zu zehn Nanometern Durchmesser erfassen können, wie sie in Pilotanlagen des IUTA hergestellt werden. Das Interdisciplinary Center for Analytics on the Nanoscale (ICAN) stellt sich den Besuchern mit seinem einzigartigen Gerätepark für Analysen auf der Nanometerskala vor.

Mehr als 700 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft erwarten die Veranstalter. Schwerpunktthemen sind in diesem Jahr Gesundheit, Elektronik, Neue Werkstoffe, Sicherheit und gesellschaftliche Akzeptanz, Energie und Geschäftsmodell Nanotechnologie.

Birte Vierjahn, Tel. 0203/379-8176, birte.vierjahn@uni-due.de

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