Blick ins Herz der Maschine

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[7. Dezember 2016] Motoren oder Turbinen, die kaum Schadstoffe ausstoßen: Um das zu ermöglichen, analysiert Dr. Khadijeh Mohri, Ph.D. (35) u.a., wie Mehrphasenströmungen in Brennkammern und chemischen Reaktoren aufgebaut sind. Sie hat die Juniorprofessur für Tomographische Methoden der Energie- und Verfahrenstechnik an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Duisburg-Essen (UDE) übernommen.

Um die komplexen Strömungen zu begreifen, analysiert Professorin Mohri diese mit vielen Kameraansichten, aus denen ein tomographischer Algorithmus direkt ein 3D-Modell erstellt. Mit dieser Methode lässt sich am besten verstehen, wie die turbulenten Flammen im Raum liegen, zusammengesetzt sind oder Schallwellen verstärken, die Bauteile zerstören können. Auf dieser Basis können Anlagen wie Kraftwerkskessel und chemische Reaktoren verbessert werden, um die Emissionen zu senken.

Mohri studierte Luft- und Raumfahrttechnik von 2000 bis 2004 an der University of London. Nach ihrer Promotion (2008) am Imperial College London ging sie als Postdoc-Wissenschaftlerin an die Duisburger Universität, wo sie drei Jahre zur sogenannten laserinduzierten Fluoreszenz (LIF) forschte, einem spektroskopischen Messverfahren, das u.a. in der Verbrennungstechnik eingesetzt wird. Danach arbeitete die LIF-Expertin u.a. in Projekten für die Daimler AG (2008/09), die Universität Stuttgart und Evonik Industries (2009-2011). Bevor die Britin an die UDE berufen wurde, untersuchte sie hier als Postdoc, wie elektromagnetische Strahlung im Bereich des ultravioletten und sichtbaren Lichts (Chemilumineszenz) von Flammen abgestrahlt wird und wie dies Rückschlüsse auf die Flamme zulässt. Ihre Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Khadijeh Mohri, Ph.D. DIC MEng, Institut für Verbrennung und Gasdynamik, Tel. 0203/379-8124, khadijeh.mohri@uni-due.de

Redaktion: Alexandra Nießen, Tel. 0203/379-1487

Bildhinweis:
Ein Foto zu dieser Pressemitteilung (Bildbeschreibung: Prof. Dr. Khadijeh Mohri, Foto: UDE/Frank Preuß) können Sie herunterladen unter:
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