Nano-Forschung gegen Krebs

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[30. Juli 2016] Neue Strategien gegen Krebs finden – das möchte auch Prof. Dr. Xiao-Yu Hu von der Nanjing University. Mögliche Lösungen sucht die 35-jährige Chinesin auf der Nano-Ebene. Als Humboldt-Forschungsstipendiatin für erfahrene Wissenschaftler ist sie derzeit Gast bei Prof. Dr. Carsten Schmuck an der Fakultät für Chemie der Universität Duisburg-Essen (UDE).

Um neue Strategien gegen die Krankheit zu entwickeln, wird die Chemikerin untersuchen, wie sich Moleküle und Ionen zu übergeordneten (supramolekularen) Verbänden zusammenlagern. Solche Aggregate verfügen über Eigenschaften, die die einzelnen Teilchen nicht haben. Sie können z.B. als Transportkapseln dienen, um Krebsmedikamente zu Tumoren zu transportieren, und sie dort gezielt freisetzen. Die Stipendiatin möchte bis Ende 2017 solche neuartigen supramolekularen Transportsysteme entwickeln und ihre Eigenschaften in Zellexperimenten testen. Ihre Forschung wurde in ihrem Heimatland mehrfach ausgezeichnet.

Dass Tumor-Forschung extrem wichtig ist, zeigen u.a. Statistiken des Robert-Koch-Institutes: Bei etwa 500.000 Menschen wird die Diagnose Krebs in Deutschland pro Jahr gestellt, er ist eine der häufigsten Krankheiten und zugleich zweithäufigste Todesursache.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Xiao-Yu Hu, Präparative und Physikalische Chemie von Polymeren, Nanjing University, huxy@nju.edu.cn

Prof. Dr. Carsten Schmuck, Organische Chemie, carsten.schmuck@uni-due.de, Tel. 0201/183-3097

Redaktion: Alexandra Nießen, Tel. 0203/379-1487

 

Bildhinweis:
Ein Foto zu dieser Pressemitteilung (Bildbeschreibung: Prof. Dr. Xiao-Yu Hu, Foto: privat) können Sie herunterladen unter:
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