Wie wir uns fürchten

[13. März 2016] Verdrängung als Überlebensstrategie, männliche Entscheidungsschwäche oder Migration: diese Tagung berührt vieles, was die aktuellen Debatten zur Globalisierung thematisieren. Am 15. und 16. März treffen sich Nachwuchswissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Sie diskutieren am Campus Essen über „Narrative der Entgrenzung und Angst: Das globalisierte Subjekt im Spiegel der Medien“. Die gemeinsame Veranstaltung mit der Universität Regensburg wird unterstützt von der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung.

Vornehmlich geht es um verschiedene Angst-Phänomene und die Frage, wie diese in den Medien aufgegriffen werden. Wirtschaftskrise, Flüchtlinge oder Selbstoptimierung sind hierbei wichtige Schlagwörter. So fragen die Referenten: Macht Globalisierung krank? oder Wer hat Angst vorm schwarzen Loch? Sie untersuchen u.a. die Darstellung in Büchern, Lifestyle-Magazinen und Web-Tagebüchern.

Einige Tagungsbeiträge thematisieren die Aufmerksamkeitsstörung ADHS, die mediale Selbstinszenierung sowie eine unheimliche Reise entlang der Grenzen deutscher und europäischer Identität im Theaterstück „Die lächerliche Finsternis“.

„Sämtliche Lebensbereiche in liberalen Demokratien wandeln sich weiter umfassend; ein Ende ist kaum vorhersehbar ist. Das führt weltweit zu Angstszenarien, die sich in Literatur, Film und Theater sowie in Print, Hörfunk, im Fernsehen und Internet spiegeln“, beschreibt die Germanistin Dr. Corinna Schlicht.

Weitere Informationen:
Dr. Corinna Schlicht, UDE-Fakultät für Geisteswissenschaften, Tel. 0201/183-3502, corinna.schlicht@uni-due.de
Dr. Christian Steltz, Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften, Tel. 0941/943-3461, Christian.Steltz@sprachlit.uni-regensburg.de

Redaktion: Katrin Koster, Tel. 0203/379-1488

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