Wie ein neuer Feind konstruiert wird.

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Dort Hühnert (Foto: Privat)

[8. März 2016] Der Schrecken des 11. September 2001 brannte sich weltweit in das Gedächtnis ein. Für die USA begann mit diesem Datum aber auch eine neue Form der Kriegsführung. Wie diese sich entwickelt hat, thematisiert Dorte Hühnert vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen (UDE) in ihrer Masterarbeit und erhält dafür den renommierten Christiane-Rajewsky-Preis der Arbeitsgemeinschaft Friedens- und Konfliktforschung (AFK).

Gewürdigt wurde ihre preisgekrönte Arbeit im Jahreskolloquium der 1968 gegründeten Wissenschaftsvereinigung. Sie zeichnet nach, wie die Bush-Regierung im ersten Jahr nach „Nine-Eleven“ eine neue Legitimationsfigur erzeugte: Unrechtmäßige feindliche Kämpfer, die gegen geltendes Kriegsrecht verstoßen und für die deshalb auch in der Haft besondere Bedingungen gelten – wie etwa in Guantanamo.

Die AFK zeichnet aus, dass Hühnert mit dazu beiträgt, Ursachen und Zusammenhänge in kriegerischen Konflikten zu verstehen. Außerdem lege sie einen weiteren Grundstein für eine am Frieden orientierte politische Praxis. Den mit 2.500 Euro dotierten Preis, der der Rechtsextremismusforscherin Prof. Christiane Rajewsky gewidmet ist, teilt sich Hühnert mit einer weiteren Gewinnerin.

Weitere Informationen:
http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-90690-8
http://www.afk-web.de
Dorte Hühnert, Institut für Politikwissenschaft, Tel. 0203/379-2043, dorte.huehnert@uni-due.de,

Amela Radetinac

 

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