Ab wann wird ein Risiko zu groß?

[25. Februar 2016] Einer der wichtigsten europäischen Risikoforscher, Prof. Sven Ove Hansson aus Stockholm, kommt am 2. März zu einem öffentlichen Vortrag an die Universität Duisburg-Essen (UDE). Er spricht in Englisch über die Frage, wie man die Schwierigkeiten der Ungewissheit, der Bewertung und der Interdisziplinarität bei Großrisiken am besten in den Griff bekommt. Beginn: 16.30 Uhr im Gerhard Mercator-Haus am Duisburger Campus (Lotharstraße 57).

Veranstalter dieser ersten Risk Lecture ist das Forschungsprojekt Big Risks im UDE-Profilschwerpunkt Wandel von Gegenwartsgesellschaften. Die interdisziplinäre Forschergruppe wird getragen durch die die Professoren Achim Goerres (Politikwissenschaft), Rüdiger Kiesel (Finanzmathematik) und Andreas Niederberger (Philosophie) im Verbund mit drei ihrer Promovierenden. Ziel ist, Großrisiken, wie den Klimawandel, Staatsdefizite oder auch den demographischen Wandel, disziplinübergreifend zu erforschen.

Projektmitarbeiter Ruben Langer: „Das Thema der Risikobewertung sollte man nicht allein den sogenannten Experten überlassen. Im Gegenteil: Der richtige Umgang damit sollte gesamtgesellschaftlich diskutiert werden. Etwa darüber, welche Risiken wir überhaupt bereit sind einzugehen, ab wann wird uns ein Risiko zu groß; ja, was ist überhaupt ein Risiko für uns?“

Hansson ist Professor für Philosophie am Royal Institute of Technology an der Universität Stockholm. Er gilt als ein herausragender Theoretiker im Bereich der Risikoforschung und war zudem ein gesuchter Berater der schwedischen Regierung in Risikofragen. Prof. Niederberger: „Er steht damit exemplarisch für unser Ziel, sowohl in die Wissenschaft als auch in den gesellschaftlichen Diskurs hinein zu wirken.“

Weitere Informationen: https://www.uni-due.de/bigrisks/home

Redaktion: Beate Kostka

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