Lärm drückt auf die Stimmung

2016-02-03
Foto: Arne Rensing

 

[3. Februar 2016] Dass permanenter Straßenlärm depressive Verstimmungen auslösen kann, konnte nun erstmals weltweit in einer großen Langzeitstudie gezeigt werden. Auf die Erkenntnis stießen Wissenschaftlerinnen vom Zentrum für Urbane Epidemiologie (CUE) bei ihrer Arbeit für die Heinz Nixdorf Recall Studie. Bei dieser machen 4.800 Revierbürger/innen mit; es geht unter anderem um Umwelteinflüsse, die sich auf die Herzgesundheit auswirken können.

Nun wurden die Daten von 3.300 Personen zwischen 45 und 75 Jahren analysiert. Ergebnis: Wer an verkehrsreichen Straßen wohnt, entwickelte binnen fünf Jahren häufiger depressive Symptome als Anwohner/innen, die es ruhiger haben. Die Studie ergab, dass das Risiko um etwa 25 Prozent steigt – sowohl für gemittelte 24-Stunden als auch für Nachtlärmwerte über 55 bzw. 50 Dezibel.

Auffällig ist zudem, dass insbesondere Menschen mit geringerer Bildung empfindlicher auf Lärm reagieren. Warum das so ist, müsse man noch gezielt untersuchen, so die CUE-Forscherinnen.

Advertisements