Reviergeschichte(n)

[17. Januar 2016] „Rote Erde“, „Auf Teufel komm raus“ oder „Doris hilft“: So bunt wie das Ruhrgebiet sind auch seine Romane. Doch noch hat sich keiner systematisch mit der Revierliteratur nach 1960 befasst. Das tun nun vier UDE-Germanist/innen. Sie betrachten einige hundert Erzählungen, Gedichtbände, Theaterstücke, Romane und Dokumentartexte.

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Foto: Arne Rensing

 

Darunter finden sich Krimis ebenso wie Geschichten über Arbeitskämpfe, das Erwachsenwerden oder das Leben zwischen Fußball und Schrebergarten; geschrieben von Autor/innen, die im Revier zuhause waren, es noch sind oder es aus der Ferne in den Blick genommen haben.

Um die „Literaturgeschichte des Ruhrgebiets seit 1960“ (Projekttitel) zu erarbeiten, interessiert die Vier vor allem dies: Lassen sich Entwicklungslinien erkennen? Wo gab es Brüche? Welche Ereignisse veränderten den Literaturbetrieb, beeinflussten die Schriftsteller/innen?

Wichtige Knotenpunkte will das Team festmachen. Dazu gehören etwa die Dortmunder Gruppe 61 mit dem Thema Arbeit, die Migrantenliteratur, der erste Regionalkrimi oder Romane wie die von Wolfgang Welt, die Handlungsorte, -stränge und Figuren verweben.

Ulrike Bohnsack

Die DFG unterstützt das Projekt für drei Jahre mit rund 400.000 Euro.
Mehr: http://www.uni-due.de/germanistik/parr/ruhrgebietsliteratur

Diesen Beitrag (und noch viel mehr) finden Sie in der aktuellen Ausgabe des CAMPUS:REPORT der UDE:
https://www.uni-due.de/imperia/md/content/dokumente/campusreport/cr_2015_3.pdf

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